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Der Blutegel wird seit 1500 vor Christi therapeutisch genutzt.

Mitte des 19. Jahrhunderts war er aufgrund seines hohen Beliebtheitsgrades bei den praktizierenden Ärzten vom Aussterben bedroht.

Durch einen plötzlichen medizinischen Richtungswechsel konnte sich der Bestand jedoch wieder erholen.

Heute wird der "Hirudo medicinalis" im Veterinär-, wie Humanbereich erneut zu therapeutischen Zwecken verwendet.

Die Horrorvorstellung mancher Patientenbesitzer, dass sich der Egel abprupt festbeißt und seinen Wirt solange aussaugt, bis dieser dahinsiecht, ist weit entfernt von der Realität!

Dieses nützliche Lebewesen sucht sich in der Regel minutenlang einen geeigneten Platz, ritzt kurz die Haut an und saugt erst dann einige Milliliter Blut. Zeitgleich bringt er seinen nützlichen Speichel in die Wunde ein, der viele, z.T. immer noch nicht völlig entschlüsselte Stoffe enthält (s.u.).

Für die Anwendung eines Blutegels müssen zuerst einige Kontraindikationen ausgeschlossen (Bluterkrankheiten u.ä.),

eine Besitzeraufklärung durchgeführt

und das Tier für geeignet befunden werden.

 

Links: Der Egel beginnt am Hundeknie zu saugen

Rechts: Kurz bevor der Egel sich gefüllt vom Knie löst

 

Wirkweise des Blutegelspeichels:

 

gerinnungshemmend:      Wirkung ähnlich eines kleinen Aderlasses

gefäßerweiternd:             Die lokalen, umliegenden Gefäße werden erweitert, es kann vermehrt Blut abgegeben werden.

immunaktivierend:          Durch das Eindringen des Fremdstoffes werden vermehrt Leukozyten aktiviert, die Abwehrkräfte werden gesteigert.

antibiotisch:                   Im Körper vorliegende Bakterien, Mikroorganismen, etc. werden durch Stoffe des Speichels bekämpft.

lymphstromanregend:    Schadstoffe werden vermehrt zügig aus dem Körper befördert.

entzündungshemmend:  Lokale Entzündungsreize werden gelindert.

antithrombotisch:          Thrombozyten werden zeitweise gehindert die vorliegende(n) Wunde(n) zu schließen= Wundspülung

harnanregend:               Schadstoffe werden ausgeschieden

 

 

Die Behandlung kann von 30 Minuten bis zu zwei Stunden dauern.

Je nach Kooperation der "kleinen Therapeuten".

Nach der Behandlung kann aus der Wunde noch längere Zeit (Stunden) langsam Blut laufen,

was zur Wirksamkeit der Therapie beisteuert!

Dieser Effekt ist daher erwünscht und für das Tier nicht schmerzhaft.

Die Blutung sollte nicht unterbunden werden.

Bitte statten Sie Ihr Fahrzeug und die häusliche Umgebung des Hundes entsprechend aus.

 




Tierphysiotherapiepraxis Pfotenreha@gmx.de / Handy 0162 82 45 933